Am 21. Januar besuchte der Differenzierungskurs Kunst-Musik das K21. Das Museum beherbergt und präsentiert im repräsentablen Ständehaus moderne Kunst des 21. Jahrhunderts und ist Teil der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.
Zunächst einmal erkundeten wir mit der Museumspädagogin Xenia das historisch spannende Gebäude und erfuhren, dass es ursprünglich gar nicht als Museum geplant wurde, sondern im 19. Jahrhundert erst Sitz des rheinischen Landtags und später provisorischer Sitz des nordrhein-westfälischen Landtags war. Wir durften alle kurz überlegen, was wir in diesem imposanten Gebäude mit seinem gewaltigen Innenraum in der Mitte anstellten würden, wenn man uns fragen würde. Von Schwimmbad über Hörsaal bis Kino hatten wir viele Ideen.
Doch erst einmal gab es einen schnellen Rundgang durch das Museum, wo Xenia unseren Blick immer wieder auf irritierende „Merkwürdigkeiten“ in Fotografien und Videos aufmerksam machte. Ihr Hinweis, wir sollten genau hinsehen und unseren Augen besser nicht trauen, führte immer wieder zu überraschenden Erkenntnissen. Schließlich sind viele digitale Bilder manipuliert und manipulieren auch uns tagtäglich durch vielfältige Gestaltungstechniken.
Mit iPads und einer gesunden Portion Entdeckergeist ausgerüstet wurde der Kurs dann losgeschickt, im Museum nach Lust und Laune Fotos zu machen. „Wir dürfen überall hin?“ Na klar!
Anschließend trafen wir uns in der Medienwerkstatt des Museums wieder und nun wurde es so richtig kreativ: Jeder sollte sich vorstellen, was er/sie im Museum einmal „anstellen“ würde, was in einem Museum eigentlich total verboten ist, z.B. etwas anfassen, irgendwo herumbalancieren oder herumklettern usw. Und dank eines Green Screen Hintergrunds konnte anschließend jede/r diese Idee filmisch für sich umsetzen! Jeder versetzte sich kurzerhand in eines seiner Fotos und konnte nach Herzenslust etwas „Verbotenes“ machen.
Xenia unterstützte (fast) alle Ideen, die in der Kürze der Zeit möglich waren und so entstanden viele lustige Kurzfilme, die abschließend noch an iMacs mit Musik und Titeln unterlegt wurden.
Und nun hatte jede/r selbst einen Film in der Hand, der alles andere als die „Wahrheit“ zeigte.
Ein sehr produktiver Workshop, der uns allen viel Spaß gemacht hat.
Corinna Windhoff
Hier folgend noch zwei Kurvideos, die beim Besuch entstanden sind.