Iokasti Tsitsiou gewinnt den 2. Platz beim diesjährigen Comicwettbewerb der Wuppertaler Bühnen

Wie schon in den letzten Jahren beschäftigte sich der Differenzierungskurs Kunst-Musik (Jgst. 8) in einem Quartal mit dem Thema Musiktheater. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi. Neben der Beschäftigung im Unterricht sollte eigentlich ein Szenischer Workshop im Opernhaus stattfinden und natürlich ein Besuch der Oper selbst, doch leider fiel alles Corona zum Opfer. So blieb nur die Teilnahme am alljährlichen Comic-Wettbewerb der Bühnen: Die Handlung der Oper sollte in einem 4-seitigen Comic zusammenfassend dargestellt werden und da war der Kurs durchaus gefordert im Distanzunterricht: Fotos von Zwischenergebnissen wurden hin- und hergeschickt, auf einem Padlet konnten auf einer virtuellen Pinnwand Zeichnungen hochgeladen und Hilferufe gepostet werden, die Schülerinnen konnten gegenseitig die Zwischenstände der anderen sehen, kommentieren und Tipps geben. Der ganze Kurs gab die Ergebnisse fristgerecht ab und alles wurde an die Oper geschickt. Eine kompetente Jury (bestehend aus Opernintendanz, Theaterpädagogik, Direktion des Von-der-Heydt-Museums, Leitung der Maskenabteilung, Dramaturgie) hatte nun die Qual der Wahl.

Ein enges Rennen war es dieses Mal, wie Berthold Schneider, Opernintendant der Wuppertaler Bühnen, im Rahmen einer kleinen Feierstunde betonte. Es gab in diesem Jahr nicht nur sehr viele Bewerber, sondern auch viele sehr unterschiedliche, aber sehr gute Einsendungen: Mal eher grafisch schwarzweiß, mal sparsam koloriert, mal sehr bunt. Manche Comics hatten sehr viel Text, andere kamen mit sehr wenig aus. Einige hatten sich auf die Charakterisierung der einzelnen Hauptpersonen gestürzt, andere eher eine spannende Story visualisiert. Es gab Comics mit vielen kleinen Szenen, andere wählten wenige große, detailreiche Szenen. Und überhaupt ist es nicht zu unterschätzen, wie schwierig es ist, eine Geschichte in Bildern und Szenen zu erzählen, erkannte Schneider die Leistung der Schülerinnen und Schüler lobend an, denn es musste zunächst eine umfangreiche Vorarbeit geleistet werden, bevor man sich an die gestalterische Arbeit machen konnte, ähnlich wie es bei einer tatsächlichen Opernaufführung auch der Fall ist.

Und da es so viele tolle Einsendungen gab, gab es auch mehr Gewinner als sonst: Mariam Gasparov vom Berufskolleg Haspel gewann den 1. Platz, Iokasti Tsitsiou (CDG) und Charlotte Peters (Gesamtschule Uellendahl-Katernberg) belegten gemeinsam den 2. Platz. Zwei weitere Sonderpreise wurden ausnahmsweise vergeben.
Da in diesem Jahr der Gewinner-Comic nicht wie sonst üblich im Programmheft abgedruckt werden konnte (die Oper wird im Juli 2021 nur rein konzertant, d.h. ohne Szene in der Stadthalle aufgezeichnet und kann dann im Stream geschaut werden), war es dem Opernintendanten wichtig, dass zumindest die Feierstunde auf der großen Opernhausbühne stattfinden konnte. Die stolzen Preisträger konnten am Ende ihren Comic auf Karton aufgezogen mit nach Hause nehmen.
Im CDG wird sich Iokastis Comic in die Reihe der letztjährigen Preisträgerinnen einreihen, zu sehen im Physik/Musik-Verbindungsflur.

Herzlichen Glückwunsch nochmal zu der tollen Leistung!


Corinna Windhoff

Den Zeitungsartikel dazu vom 30.06.2021 aus der WZ finden Sie hier.