Religionsunterricht mal anders: Interkulturelle Begegnung mit dem Judentum

Was ist eigentlich der Schabbat? Und was macht diesen Tag so besonders für das Judentum und gibt es Ähnlichkeiten mit dem Sonntag im Christentum? Mit diesen und weiteren Fragen durften sich die Schüler und Schülerinnen der katholischen und evangelischen Religionskurse der Jahrgangsstufe 6 während eines Vortrages von Herrn Arie Rosen am Dienstag, den 28.03.2017 auseinandersetzen.

Herr Arie Rosen von der Bildungseinrichtung Kulturelle Begegnungen aus Israel war für den Vortrag mit dem Thema „Schabbat – Sonntag – Ruhetag“ nach Wuppertal gereist, um im Johanneshaus der St. Johann Baptist Gemeinde die mehr als 70 Schüler und Schülerinnen über die Bedeutung des Schabbats und die jüdischen Rituale zu informieren. So lernten die Schüler und Schülerinnen nicht nur die religiösen Hintergründe dieses besonderen Feiertages kennen, sondern konnten Herrn Rosen dabei beobachten, wie er die traditionelle jüdische Gebetskleidung anlegte und ihm dabei lauschen wie er auf Hebräisch das jüdische Glaubensbekenntnis sprach.
Auch hatte Herr Rosen, der in Deutschland geboren, aber nach Jerusalem ausgewandert ist, einige Kultgegenstände, die am Schabbat eine besondere Bedeutung spielen mitgebracht, so dass die Schüler und Schülerinnen diese Gegenstände nicht nur anschauen, sondern auch anfassen durften.
Am Ende des Vortrages hatten die Teilnehmenden noch die Chance eigene Fragen zum Schabbat, aber auch zur Religion des Judentums allgemein zu stellen. Diese Fragerunde nutzten sie ausführlich und stellten Fragen zum alltäglichen Leben in Jerusalem, den Konflikt zwischen den Israeliten und den Palästinensern und dem Verhältnis von Judentum und Christentum.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Arie Rosen von der Bildungseinrichtung Kulturelle Begegnungen, aber auch bei der St. Johann Baptist Gemeinde, die uns die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben. Diese Veranstaltung der kulturellen Begegnung zeigt, dass es wichtig ist, Vorurteile und Berührungsängste zwischen Religionen abzubauen und sich für Toleranz und Offenheit einzusetzen.