Zu Gast beim Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal: Demokratie hautnah erleben

Eine besondere Ehre kam einem kleinen Teil der Schüler und Schülerinnen der Oberstufe des CDGs zu: Auf Einladung des Oberbürgermeister Andreas Mucke durften sie den Oberbürgermeister im Rathaus besuchen und dabei sein Dienstzimmer und den Plenarsaal in Augenschein nehmen.

Die Einladung wurde von ihm im Rahmen des Holocaustgedenktages der Stadt Wuppertal ausgesprochen, den die Schüler und Schülerinnen sowohl inhaltlich als auch musikalisch gestaltet hatten. Thematischer Schwerpunkt der Gedenkstunde war das Leben und Leiden der Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen und ihrer Kinder in Wuppertal in der Zeit des Nationalsozialismus.

Voller Freude und einer gewissen Neugier fieberten sowohl sie Schüler und Schülerinnen als auch die Lehrerinnen diesem besonderen Termin entgegen. Herr Mucke begrüßte die Gruppe zunächst in seinem Dienstzimmer, wo er erzählte, was sein Job als Oberbürgermeister beinhaltet. Die Schülerinnen und Schüler waren begeistert von dem großen Büro, welches eine Mischung aus Moderne und Tradition zeigt. Manch einer wünschte sich selbst einen solchen Arbeitsplatz. Besonders die ausgestellten Kunstwerke, die von unterschiedlichen Künstlergruppen in Wuppertal zur Verfügung gestellt werden, fanden Anklang.

Danach wurde die Gruppe in den Plenarsaal des Rathauses geführt. Dabei nahm Herr Mucke seinen Sitz an seinem Rednerpult ein und erklärte den Schülern und Schülerinnen die Verteilung der Sitze des demokratisch gewählten Wuppertaler Rates und einen Ablauf einer typischen Ratssitzung. Dabei betonte er die Wichtigkeit der demokratischen Prozesse in Deutschland, auch wenn ihm einige Wahlergebnisse, z.B. der Einzug von Vertretern der Partei Pro NRW/Die Republikaner im Rat der Stadt Wuppertal missfielen.

Im Anschluss daran konnten sich die Schüler und Schülerinnen noch mit Andreas Mucke bei Plätzchen und Getränken unterhalten. So fragte er nach der Motivation der Schüler und Schülerinnen bei der Vorbereitung des Gedenktages mitzumachen und nach ihren persönlichen Eindrücken und Erfahrungen während der Vorbereitungszeit. Er fordert sie auf, ihr Engagement fortzuführen und aktiv die Politik mitzugestalten.

Am Ende des Besuches waren sich die Schüler und Schülerinnen und Herr Mucke einig: Demokratie muss aktiv gestaltet und gelebt werden, damit solche Zeiten und Ideologien wie die des Nationalsozialismus nie wieder kommen.

Rückblickend auf das Projekt und den Besuch des Oberbürgermeisters formuliert Moses Matoko aus der Q1 Folgendes: „Ich fand das Projekt sehr gut, da man sich dort losgelöst von der schulischen Atmosphäre intensiv mit dem Nationalismus beschäftigen konnte. Die Tatsache, dass man im Rahmen der Recherche auch mit persönlichen Geschichten einzelner Beteiligter in der Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus konfrontiert wurde, erlaubte es uns den Nationalsozialismus auf persönlicher Perspektive zu erfahren. Es war ein sehr gelungenes Projekt mit einer sehr guten Zusammenarbeit/ Organisation und Präsentation. Der Besuch beim OB rundete diesen Erfolg und bestätigt, dass solch ein außerschulisches Engagement Anerkennung verdient.“

Waltraud Hummerich, Lena Israel, , Stefanie Schreiber

Den dazu passenden Zeitungsartikel der WZ vom 8. April 2016 finden Sie hier.