Elf Schülerinnen und Schüler vertreten Wuppertal und das CDG mit souveränen Leistungen beim ersten Wuppertaler Exciting-Physics-Wettbewerb.

Wie baut man eine Brücke mit einer Spannweite von einem Meter, die ein 1-Kilo-Gewicht in ihrer Mitte tragen kann – nur aus Papier? Und wie kann man ohne aufwändige Modellbautechnik ein Tauchboot kon­struie­ren, das selbständig ab- und wieder auftaucht – und das in einem vorge­ge­benen Zeitfenster von zwischen einer und drei Minuten? Zwei knifflige Heraus­forderungen des „Exciting-Physics“-Wettbewerbs, denen sich elf Schülerinnen und Schüler aus der 8a und 8c unserer Schule mit viel Kreativität und Bastelfreude gestellt haben.

Exciting Physics ist ein von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft betreuter und der Wilhelm- und-Else-Heräus-Stiftung großzügig unterstützter Wettbewerb, der 2013 im Rahmen der Highlights der Physik in Wuppertal-Barmen stattfand. Zugelassen waren Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen aus dem ganzen Bundesgebiet – und tatsächlich kamen die teilnehmenden Teams nicht nur aus Düsseldorf und Ratingen, aus der Eifel und dem Münsterland; sogar aus Bayern und dem hohen Norden waren einzelne Vertreter angereist. Starke Konkurrenz also – doch unsere drei Brückenbau-Teams wurden dadurch erst recht angespornt – mit Blick auf die Wettbewerber wurden fast bis zur letzten Minute noch Verbesserungen vorgenommen. Und dann wurde es plötzlich sehr schnell ernst – alle Konstruktionen wurden gewogen und anschließend durch ein mittig platziertes 1-Kilogramm-Gewicht einer unbestechlichen Prüfung unterzogen. Viele Modelle scheiterten an dieser Hürde, doch zwei der drei CDG-Brücken bestanden die Herausforderung. Den Ausschlag in der Endausscheidung gab dann das Ergebnis der Wägung und die ästhetische Ausführung – leider war hier die Übermacht der teils erheblich älteren Konkurrenten diesmal noch zu groß. Man könnte nun das etwas abgegriffene Motto „Dabei sein ist alles“ bemühen, doch neben den reichhaltigen Erfahrungen, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des CDG sammeln konnten, durften zwei Schüler auch handfestere Preise mit nach Hause nehmen – der Tombola sei Dank!

Der Tauchboot-Wettbewerb sollte ursprünglich auch von mehreren CDG-Teams bestritten werden, doch wegen zahlreicher Ausfälle in letzter Minute gab es am Ende mit Esra Bozkurt nur eine tapfere Teilnehmerin vom CDG und damit sogar aus ganz Wuppertal. Ihr mit Backpulver betriebenes Boot zeigte dabei faszinierende Kapriolen – statt zielgerichtet ab- und dann nach vorge­schrie­be­ner Pause wieder aufzutauchen, pendelte es etwas unentschlossen zwischen Beckenboden und einem wenige Zentimeter unter der Oberfläche gelegenen Punkt hin- und her – nur um dann ganze drei Sekunden vor Ablauf der vorgegebenen Zeit doch noch den Wasserspiegel zu durchbrechen – Test bestanden! Hätte es eine Auszeichnung für den spannendsten Tauchgang gegeben – sie hätte dieses Jahr ans CDG gehen müssen. So reichte es am Ende nicht ganz für einen der ausgelobten Preise; mit ihrem erfolgreichen Auftritt hat Esra aber nicht nur das CDG, sondern ganz Wuppertal würdig vertreten.

Und am Schluss, ja, da waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer tatsächlich einig: Beim nächsten Mal sind wir wieder dabei! Und wer weiß, vielleicht klappt es ja dann auch mit einem der vorderen Plätze...