Wie kam es eigentlich zu Projekt 42? - Als im Frühjahr 2013 die Planung der Projektwoche immer konkretere Züge annahm, hatte ich mich entschlossen, die Grenzen des Faches Deutsch zu überschreiten und von fortlaufenden Texten zu einer Textform überzugehen, die den Entscheidungen des Lesers folgen sollte. Es sollte ein textbasiertes Rollenspiel entstehen, das dem Spieler Handlungsmöglichkeiten vorschlagen und seinen Antworten entsprechend reagieren sollte. - Die Schüler, die das zweiundvierzigste Projekt auf der Wahlliste fleißig gewählt hatten, hatten aber andere Pläne.

„Da muss eine graphische Benutzeroberfläche her“, hörte man von den einen.
„Oh, ja, und ein bewegtes Männchen, das läuft und kämpft und Bäume und.....“, von den anderen.
Mir wurde langsam Angst und Bange, - das alles in drei Tagen konnte doch nicht gut gehen, oder? - Um ehrlich zu sein, nein. - Und dennoch waren die Ergebnisse weit besser, als ich ursprünglich erhofft hatte. Ein spielbares Endprodukt konnten wir zwar nicht vorzeigen, doch hatten wir Bausteine aus unterschiedlichen Stadien der Entwicklung. Sogar das laufende Männchen war realisiert worden. - Aber was nun? - Die drei Tage waren vorbei und fertig war man natürlich nicht geworden und das wollte man nicht auf sich sitzen lassen. - Der harte Kern der Programmierer ging in die zweite Runde, diesmal mit einem größeren Zeitkontingent und als AG, damit es nicht mehr so hektisch einhergeht.

Seitdem hat sich die Gruppe fast schon natürlich aufgeteilt, gemäß den Grundsätzen des agilen Managements trifft sich die AG regelmäßig in den Mittagspausen um die Fortschritte zu besprechen. - Es sind nahezu alle Bereiche vertreten, die in der PC-Spielbranche auch bekannt sind, Graphikdesigner, Storyboarder und Programmierer planen, verständigen sich und nehmen üppige Arbeitsaufträge mit nach Hause, denn für die meisten Aufgaben ist die Zeit an der Schule dann doch zu knapp.
Bis zu den Sommerferien 2014 soll eine erste laufende Alpha-Version herauskommen, allerdings muss leider gesagt werden, dass auch diese bereits eine FSK 16 sein wird, da die mitarbeitenden Schüler (allesamt aus der Oberstufe) sich des Horror-Genres angenommen haben. - Trotzdem dürfen ihre Mitschüler aus der Sek II sicherlich gespannt sein, was da auf sie zukommt....