Die Fachstelle für Suchtvorbeugung Wuppertal unterbreitete unserer Schule das Angebot, zehn unserer Schüler zu sogenannten „Web-Scouts“ auszubilden. Die Web-Scouts sollen dazu beitragen, dass Mobben im Internet sich nicht als gängiges Verhalten in Schülergruppen etabliert, sondern das Miteinander und die gegenseitige Unterstützung „normales“ Verhalten ist. Soziale Netzwerke nehmen einen großen Raum im Leben der Schüler ein. Wir möchten unsere Schüler mit Problemen in der virtuellen Welt nicht allein lassen. Die Web-Scouts sollen dafür sorgen, dass niemand an unserer Schule „durch das Netz fällt“.

Wir danken der Suchtberatungsstelle und dem Verein der Freunde und Förderer des CDG für die Finanzierung der Schulung, die das breite Angebot unserer Schule zur Suchtprävention um den Aspekt der sicheren und kompetenten Nutzung von neuen Medien erweitert.


Im Folgenden berichten zwei Teilnehmer, Jana Huthwelker und Philipp Kaul, von der Schulung.
Vom 24.01. bis zum 26.01. waren wir, zehn Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 bis 10 zusammen mit Frau Meine-Falk und Herrn Biesemann bei der Webscoutausbildung im CVJM-Heim Westbund. Mit uns waren noch zehn weitere Schüler und ein Lehrer des Bayreuther Gymnasiums vor Ort.
Direkt am Anfang konnten wir uns bei einer Kommunikationstour im Wald besser kennenlernen. Dort mussten wir mit Hilfe der anderen Schule per Walky-Talky unseren Weg finden und Teamwork-Aufgaben lösen. Anschließen lernten wir unsere Ausbilder Frau Tertel und Herrn Cadsky kennen, indem wir uns in einer Runder vorstellten. Zusammen mit Herrn Bredemeyer, welcher früher bei der Drogenfahndung arbeitete, guckten wir uns verschiedene rechtliche Aspekte im Internet an. Nach dem Essen beschäftigten wir uns mit den Ursachen und Folgen von Mobbing, die wir mit Hilfe von Mindmaps und anderen Methoden erarbeiteten. Nach dem Abendessen setzten wir uns zusammen um ein Internetquiz zu spielen, bei dem wir gewannen. Schon nach dem ersten Tag sind Freundschaften zwischen den beiden Schulen entstanden.
Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück direkt mit den Techniken für ein gutes Gespräch weiter, die wir in Rollenspielen üben konnten. Dabei nahm ein Schüler die Rolle des Beraters und ein anderer die des Betroffenen ein. Im Anschluss an das Mittagessen lernten wir verschiedene Suchtstadien kennen, bevor wir uns in die Schulen aufteilten und besprachen, welche Pläne wir am CDG umsetzen wollen. Abends spielten wir weitere Teamwork-Spiele, bei denen wir Codekarten gewinnen konnten um hinterher eine Schatztruhe öffnen zu können, in der sich Süßigkeiten häuften. Vor dem Schlafen gehen bestand die Möglichkeit sich den Spielfilm „Homevideo“ anzuschauen, in dem es darum ging, was Mobbing für Folgen haben kann.
Den letzten Vormittag nutzen wir, um die vorhandenen Pläne weiter auszuarbeiten und konkrete Ziele zu setzen. Die Schulen stellten sich die Pläne gegenseitig vor und stellten fest, dass sie sich in vielen Punkten ähnelten. Abschließend hatten wir die Möglichkeit unseren Ausbildern „Feedback“ zu geben, welches sehr positiv ausfiel.
Im Endeffekt war das Wochenende im CVJM Heim sehr lehrreich und trotzdem spaßig. Wir nahmen viele Freunde und viel Wissen mit, welches wir in der Schule einbringen werden.