„Anja soll 2014 ganze Zahlen an die Tafel schreiben und dabei erreichen, dass zu je drei dieser Zahlen auch deren arithmetisches Mittel [Anm.: der Mittelwert] eine der 2014 Zahlen ist. Beweise, dass dies nur gelingt, wenn sie lauter gleiche Zahlen schreibt.“

Eine knifflige Kopfnuss – nicht nur für Schüler. Dabei war dies nur die erste Aufgabe, mit der sich Dustin Anglewitz (EF) in der ersten Runde des diesjährigen Bundeswettbewerbs Mathematik auseinandersetzen musste. Dieser Wettbewerb, der zu den härtesten seiner Art in Deutschland zählt, wird von „Bildung und Begabung“ - einem deutschen Begabtenförderungswerk getragen, dass seinerseits vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Stifterverband der deutschen Wissenschaft unterhalten wird und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht. Zurück zum Wettbewerb: Dabei mussten in Heimarbeit insgesamt vier anspruchsvolle Probleme aus den Bereichen Zahlentheorie, Geometrie und Kombinatorik gelöst werden. Diese Lösungen wurden dann per Post eingeschickt und von jeweils zwei Korrektoren bewertet.

Bei Dustins Lösungsvorschlag erkannten die Bewerter drei von vier Aufgaben als im Wesentlichen richtig gelöst an. „Bei der Geometrie-Aufgabe hatte ich übersehen, dass bei der Lösung statt Zirkel und Lineal nur das Lineal verwendet werden durfte“, erinnert sich Dustin. Diese kleine Lücke schmälert aber die Gesamtleistung kaum – das sah auch die Jury so und zeigte es, indem sie Dustin einen von nur zehn dritten Preisen in NRW zuerkannte. Damit ist er automatisch für die zweite Runde des Wettbewerbs qualifiziert. Dort warten nunmehr vier weitere schwierige Mathematik-Aufgaben auf ihn – für genug Material zum Nachdenken über die Sommerferien ist also gesorgt. Zum Glück ist bis zum Einsendeschluss Anfang September noch genug Zeit für unseren Preisträger, dem wir aber schon jetzt für die nächste Runde beide Daumen drücken!